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Datum 08.01.2018, Uhrzeit: 15.00 Uhr, Stärke: 3,4

http://www.knmi.nl/over-het-knmi/nieuws/zware-aardbeving-in-groningse-zeerijp

Im vergangenen Jahr 2017 haben sich in diesem Gebiet insgesamt 18 Erdbeben ereignet.

Sh. auch den Beitrag vom 28. Aug. 2017  über die Erdbebenfolgen in Groningen

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Frohe Weihnachten!

 

„Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan. …
Alt und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruh’n.
…“

aus „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm

 

 

Allen die hier lesen wünschen wir

ein frohes Weihnachtsfest und
einen guten Start in das Jahr 2018

IG Fracking-freies Artland e.V.

 

Auf dem Wege zum Licht

Auf dem Wege zum Licht lasset keinen zurück.
Führt jeden mit Euch, der vergessen von Glück.
Dem die Ampel verlosch, dem die Glut nie gebrannt,
Das Kind, das den leitenden Stern nie gekannt.

Sie taumeln in Nacht und Verlassenheit.
Ihr begnadeten Pilger der Ewigkeit,
Führt alle mit Euch in Liebe und Pflicht.
Lasset keinen zurück auf dem Wege zum Licht.

Peter Rosegger

 

 

 

 

 

 

 

“ …Das Epizentrum liegt nahe der Ortschaft Langwedel. Es befindet sich im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen und steht in Zusammenhang mit der Erdgasförderung. …“

DATUM: 11.12.2017
HERDZEIT: 01:13 Uhr Ortszeit
EPIZENTRUM BREITE: 52,97° Nord
LÄNGE: 9,25°Ost
MAGNITUDE: ML 2,5
REGION: Langwedel, LK Verden

https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/lbeg-registriert-erdbeben-im-landkreis-verden-160183.html

 

„Bei Bohrungen in der Nordsee haben Öl- und Gaskonzerne flache Gastaschen durchstoßen, aus denen Methan aufsteigt. Methan ist 25 Mal klimaschädlicher als CO2. Weil der Bohrvorgang Risse im Untergrund verursacht, steigt das klimaschädliche Gas entlang des Bohrlochs auf – teilweise noch Jahrzehnte nach Stilllegung der Bohrstelle. Das haben Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel durch mehrere Expeditionen nachgewiesen.“

Bild: Plusminus

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/plusminus-erdgasfoerderung100.html

oder auch
20171206Klimaschäden durch Methan_ – Plusminus – ARD _ Das Erste

 

Immer wieder haben die Initiativen gegen Fracking darauf hingewiesen, dass Erdgas NICHT klimafreundlich ist, u.a. wegen der Methan-Emissionen während des gesamten Prozesses; denn Methan ist wesentlich klimaschädlicher als CO2. Sh. dazu nachfolgende Veröffentlichung der Forschungsgruppe um Howarth von der Cornell-University, USA:
CH4 summary_ Howarth Lab

Sh. auch den NASA-Bericht über die Methanquellen:
https://www.energiezukunft.eu/klimawandel/nasa-deckt-250-gefaehrliche-methanquellen-auf-gn104242/

Die Erdgasindustrie wird jetzt einsichtig und gelobt Besserung,:
2017_Guiding-Principles-Methane-Natural-Gas
Darin finden sich (übersetzt) 5 Leitprinzipien:

  1. Zur Überwachung und Reduzierung von Methan-Emissionen sollen Pläne erstellt, systematische Programme und effektivere Technologien entwickelt und deren Entwicklung finanziell unterstützt werden.
  2. Ein Verständnis der Methan-Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette Erdgas soll gemeinsam mit allen involvierten Akteuren erarbeitet werden.
  3. Die Datenlage zur Erfassung der Methan-Emissionen soll verbessert und die hierzu nötige Forschung unterstützt werden.
  4. Politische Regulierung der Methan-Emissionen soll unterstützt werden.
  5. Informationen über Methan-Emissionen sollen zugänglich gemacht werden

In einer Pressemitteilung heißt es hierzu:
„… Die Chance ist groß – die Umsetzung aller kosteneffizienten Maßnahmen zur Reduzierung der Methanemissionen weltweit hätte die gleichen Auswirkungen auf den langfristigen Klimawandel wie die Schließung aller bestehenden Kohlekraftwerke in China.
https://www.wintershall.com/de/presse-mediathek/pressemeldungen/detail/acht-energieunternehmen-verpflichten-sich-zu-senkung-von-methanemissionen-im-erdgassektor.html

Ein Aktivist einer befreundeten BI hat diese Aussage zur Grundlage folgender Berechnung (jeweils jährlich) gemacht: 
Chinas Kohlekraftwerksemissionen: 4 Mrd. Tonnen CO2;
bei einem angenommenen Äquivalenzfaktor von 28 würden 0,140 Mrd. Tonnen Methan diese Wirkung entfachen. Das sind 140 Mrd. Kg Methan; bei einer Dichte von 0,656 kg/m³ sind das
                                            213 Mrd. m³ Methan.
Um diese Größe könnte die Methan-Emission bei Umsetzung kosteneffizienter Maßnahmen reduziert werden. 
(Die Gesamtemissionen sind natürlich erheblich höher; es kämen hier ja nur kosteneffiziente Maßnahmen zum Tragen).
Der Gasverbrauch in Europa betrug 2015  426,3 Mrd. m³; d.h. die kosteneffizient vermeidbaren Emissionen liegen in einer Größenordnung von ca. 50 % des europäischen Gasbedarfs.
Oder: Bezogen auf den Gas-Weltverbrauch von 3.393 Mrd. m³ beträgt die kosteneffizient vermeidbare Emissionsquote über 6,3 % !

Nun sind diese fünf Leitprinzipen zunächst nur vage Absichtserklärungen wohl zur Image-Politur.
Aber vor allen Dingen: Statt weiter die Ausbeutung fossiler Energieträger zu forcieren mit all den Risiken, Gefahrenpotentialen und möglichen Folgeschäden  sollte in erneuerbare Energien, Speichertechnik und Energieeffizienzmaßnahmen investiert werden,

 

Die Regionalgruppe Rotenburg der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) hatte zu diesem Informationsabend unter der Überschrift „Erdgasförderung: Risiken für Trinkwasser und Gesundheit“ eingeladen.
250 Gäste folgten der Einladung. Fazit des Kommentators:
„Das Bohren nach Erdgas in der Region und das Fracking, mit dem auch die letzten Gasreserven aus der Erde herausgepresst werden sollen wie der letzte Tropfen Saft aus einer Zitrone, bereiten den Menschen in der Region Sorgen und Ängste. Vor allem die Ärzte in Rotenburg sorgen immer wieder für wichtige Initialzündungen, um die Flamme des Protests nicht ausgehen zu lassen. Vor dieser Initiative müssen eigentlich alle Rotenburger den Hut ziehen. …..
Im Zweifel für den Angeklagten? Nein! Im Zweifel für die zurecht beunruhigte Bevölkerung. Vorsorge ist besser als Nachsorge. Also: Lasst es sein mit dem Fracken! „

Infoveranstaltung Rotenburger Ärztinnen und Ärzte

08.11.2017, 19.30 Uhr Buhrfeindsaal des Diakonieklinikums, Elise-Averdiek-Straße 17, 27356 Rotenburg (Wümme)

Referenten:
Dr. Hermann Kruse, Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Kiel
Dipl.-Ing. Volker Meyer, Geschäftsführer Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land

https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/aerzte-bleiben-laut-8806980.html