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Erdbebenfolgen in Groningen

Bekanntlich haben die Niederlande in der Provinz Groningen schon im Feb. 2015 wegen der vielen Erdbeben die Ergasproduktion um 1/5 gedrosselt und das oberste Gericht hat im April 2015 die Förderung in fünf Regionen untersagt. Nachfolgend ein interessanter Bericht über die betroffenen Menschen und Gebäude:
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Dr. Julia Verlinden forderte ein generelles Fracking-Verbot und plädierte für ökologische Alternativen und eine „Energiewende vor Ort“.

https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-artland/artikel/929659/im-artland-gegen-alle-arten-von-fracking-wachsam-bleibenF

Foto: Bernd Middendorf

Diesmal im Erdgasfeld Goldenstedt/Visbek:

DATUM: 08.07.2017
HERDZEIT: 15:50 Uhr Ortszeit
EPIZENTRUM BREITE: 52,85° Nord
LÄNGE: 8,19°Ost
MAGNITUDE: ML 2,3
REGION: Emstek, östlich Cloppenburg

Es war das siebte (mit Lokalmagnituden von 2,2 bis 3,1) allein in DIESEM Erdgasfeld.

„… Ein Zusammenhang zwischen den seismischen Ereignissen und der Erdgasförderung wird vom NED (niedersächs. Erdbebendienst) daher als sehr wahrscheinlich eingestuft.“

https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/landkreis-cloppenburg-lbeg-registriert-seismisches-ereignis-der-magnitude-23-155490.html

Mitglieder der Interessengemeinschaft Fracking-freies Artland e.V. diskutierten über die Aufsuchungserlaubnis, die inzwischen verlängert wurde, und zwar zunächst für sechs Monate (statt 2 Jahre), da die Behördenanhörung noch nicht abgeschlossen ist. Das Feld wurde verkleinert. Der südwestliche Landkreis Osnabrück (Kohleflöz) und die Stadt Osnabrück wurden herausgelassen. Das neue Feld heißt jetzt Bramsche-Verkleinerung und umfasst den nördlichen Landkreis Osnabrück, Teile des Emslandes und einen kleinen Teil des Landkreises Vechta. Diese Flächen liegen im Schiefergasgürtel. Die derzeitige niedersächsische Landesregierung schließt Fracking im Schiefergas  – auch als Forschungsvorhaben – aus. Das Arbeitsprogramm sieht daher auch keine Vorhaben im Schiefergas vor, sondern Überprüfung und Neubewertung der KONVENTIONELLEN Öl- und Gasreserven. Möglicherweise hofft die Gas fördernde Industrie auf neue Mehrheiten nach der Landtagswahl im kommenden Januar; denn eine andere Landesregierung könnte dann durchaus zügig ein Forschungsvorhaben im niedersächsischen Schiefergasgürtel zulassen.

Aus der PM:
„Gegen Gasbohren setzt neue Akzente im Kampf gegen Fracking bei der Erdgas- und Erdölförderung.  Auf ihrem neunten Bundestreffen am 29./30.4.2017 in Verden (Aller) haben die im bundesweiten Zusammenschluss Gegen Gasbohren organisierten Anti-Fracking-Initiativen ein umfangreiches Programm absolviert. Dabei ergänzten sich die zahlreichen Fachvorträge, politischen Analysen und perspektivischen Planungen perfekt. Entgegen der Darstellung der Bundesregierung ist Fracking nicht vom Tisch, sondern wird konsequent von der Erdgas- und Erdölindustrie vorangetrieben. Gerade aufgrund des in Kraft befindlichen Pro-Fracking-Rechts setzen die Initiativen auch neue Akzente.“
Vollständige Pressemitteilung hier:
Gegen Gasbohren PM 03.05.2017 Bundestreffen

Wer die gestrige Sendung des NDR-Fernsehens „Die Tricks der Öl- und Gaskonzerne“  verpasst hat, kann sie mit dem nachfolgenden Link aufrufen. Sollten sich wirklich alle ansehen:

http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Verschmutzen-und-verharmlosen,sendung626226.html

Markt Moderator Jo Hiller ist den Öl- und Gaskonzernen auf der Spur. Er hinterfragt den angeblich zuverlässigen Umweltschutz und geht dem Verdacht nach, dass die Erdgas- und Erdölförderung im Norden die Bürger in den betroffenen Gebieten krank machen kann. Jo Hiller zeigt, mit welchen Marketingtricks Energiekonzerne arbeiten. Er trifft Ärzte, die die Verbreitung medizinischer Falschinformationen kritisieren.

DATUM: 27.02.2017
HERDZEIT: 11:44 Uhr Ortszeit
EPIZENTRUM BREITE: vorläufig: 52,98° Nord
LÄNGE: vorläufig: 9,20°Ost
MAGNITUDE: ML 2,0
REGION: Raum Langwedel